Was sind die Nasennebenhöhlen?

Die Nasennebenhöhlen nehmen einen großen Teil des Gesichtsschädels ein. Neben den Kieferhöhlen oberhalb der Zähne im Oberkiefer gibt es noch die Stirnhöhlen im Stirnbereich, das sogenannte Siebbein (ein schwammartiger Knochen zwischen den Augen) und die Keilbeinhöhle in der Tiefe des Schädels. Die Nasennebenhöhlen haben sowohl phonetische, als auch physiologische und physikalische Funktionen. Sie dienen einerseits als Resonanzraum für die Sprache, andererseits haben sie für die Befeuchtung und Anwärmung der Atemluft entscheidende Bedeutung. Nicht zuletzt ermöglichen sie das geringe Gewicht des Schädels bei trotzdem stabiler Rahmenstruktur.


Krankheiten der Nasennebenhöhlen – wen betrifft das?

Die Nasennebenhöhlen sind allerdings leider auch die „Achilleferse“ vieler Menschen. Sei es die Reizung der Nasenschleimhäute durch trockene Luft, die Entzündung der Nebenhöhlen bei Erkältungen oder die Mitbeteiligung der Schleimhäute bei allergischen Zuständen – Erkrankungen der Nasennebenhöhlen sind durch deren zentrale Position im Schädel immer mit quälenden Beschwerden verbunden.

Für viele Patienten kommt es überraschend, dass auch die Zähne eine mögliche Ursache für ihre Probleme mit den Nasennebenhöhlen sein können. Aber nicht nur die Zähne, sondern auch Entzündungen des Zahnbettes (Parodontose/Parodontitis) und viele Erkrankungen der Kieferknochen können Ursache von Beschwerden im Bereich der Nasennebenhöhlen sein. Nicht zuletzt sind hier auch die komplexen Verbindungen zwischen Erkrankungen des Wurzelkanalsystems der Zähne und Erkrankungen der Nasennebenhöhlen zu erwähnen.


 

Abbildung 1:

Präparation eines minimalen Zugangs zur Kieferhöhle (Zugang über den Mundvorhof)


Abbildung 2:

endoskopisches Bild einer sog. Schleimretentionszyste im Bereich der Kieferhöhle. Die Schleimhaut der Kieferhöhle ist nicht gerötet und entzündungsfrei.


Abbildung 3:

endoskopisches Bild der physiologischen Verbindung zwischen Nasenhöhle und Kieferhöhle (dargestellt durch die silberne Spitze); die Schleimhaut der Kieferhöhle zeigt deutliche Zeichen der Entzündung (Rötung, Schwellung)


Wo bekomme ich Hilfe bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen?

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen ist zentraler Bestandteil des Fachgebiets Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Die Krankengeschichte kann in den meisten Fällen schon entscheidende Hinweise auf die zugrunde liegende Pathologie liefern. Moderne bildgebende Verfahren (zum Beispiel die digitale Volumentomographie) können wichtige Hinweise zur korrekten Diagnosestellung liefern. Nur in wenigen Fällen sind invasive Behandlungen zur Unterstützung des Heilungsprozesses notwendig. Diese können zumeist schonend über die Mundhöhle und die Nase ähnlich der „Schlüssellochchirurgie“ durchgeführt werden.

Egal, welches Problem im Bereich der Nasennebenhöhlen sie quält – wir werden versuchen, es mit Ihnen zu lösen. Sprechen Sie uns an!